Ein Bauwerk, das Palma zusammenhält
La Seu ist mehr als eine Sehenswürdigkeit. Von der Bucht aus dient die Kathedrale als Orientierung, von den Altstadtgassen als überraschender Endpunkt und vom Parc de la Mar als gewaltige Kulisse. Bei jedem unserer drei Mallorca-Besuche 2026 tauchte sie in einem anderen Licht auf.
Die gotische Kathedrale wurde über Jahrhunderte gebaut. Ihre Lage direkt über der ehemaligen Stadtmauer verstärkt die Wirkung: Das Gebäude steht nicht einfach in Palma, es scheint über der Stadt und dem Meer zu wachen.


Morgens klar, abends beinahe geheimnisvoll
Früh am Tag ist der Bereich am Parc de la Mar ruhig. Dann lassen sich Linien, Spiegelungen und die verschiedenen Sandsteintöne gut beobachten. Später füllen Spaziergänger, Radfahrer und Besucher die Wege. Unsere Redaktion empfiehlt deshalb zwei Begegnungen: einmal am Morgen und einmal kurz vor Sonnenuntergang.
Im Inneren verändert farbiges Licht den Raum. Die große Rosette gehört zu den prägenden Elementen, doch mindestens ebenso eindrucksvoll sind die hohen Pfeiler und das Gefühl von Weite. Bei einer Abendveranstaltung erlebten wir die Architektur zusätzlich inszeniert – eine völlig andere Stimmung als am hellen Mittag.



Die schönsten Perspektiven liegen nicht alle am Haupteingang
Für den Gesamtblick eignet sich der Parc de la Mar. Details entdeckt man an der Westfassade; überraschende Ansichten ergeben sich vom Palau de l’Almudaina und aus den Gassen nördlich der Kathedrale. Wer weiter Richtung Osten geht, sieht Strebepfeiler und Mauern aus einer ruhigeren Perspektive.
Wir haben La Seu nicht als Pflichtpunkt abgehakt. Sie wurde bei jedem Spaziergang neu Teil des Tages – genau das macht sie für uns zum stärksten Bauwerk Palmas.





