Warum der Markt am Vormittag am stärksten ist
Als unsere noonoo.de-Redaktion im Juni die Markthalle besuchte, waren die Fischtheken noch vollständig bestückt. Ganze Fische, Garnelen, Tintenfische und Oktopus lagen auf Eis; Händler berieten Stammkunden und Besucher gleichermaßen. Je früher man kommt, desto größer ist Auswahl und Ruhe.
Der Markt ist kein dekoratives Food-Museum. Hier wird eingekauft, portioniert und vorbereitet. Rücksicht, ein wenig Geduld und konkrete Fragen werden meistens mit guter Beratung belohnt.


Von der Theke direkt an den kleinen Tisch
Besonders reizvoll sind Gastrostände, die Produkte unmittelbar servieren. Austern brauchen nicht mehr als Zitrone; belegte Brote werden mit Pulpo, Paprika oder mariniertem Fisch zu einem schnellen Mittagessen. Dazu passt ein Glas kühler Weißwein oder Rosé.
Wir mochten diese direkte Form des Essens: Man sieht das Ausgangsprodukt, beobachtet die Zubereitung und probiert kleine Portionen. So lässt sich mehr entdecken, ohne ein langes Menü bestellen zu müssen.


Was auf unseren Bildern zu sehen ist
Der Oktopus wird in Spanien häufig gekocht und anschließend gegrillt oder mit Olivenöl und Paprika serviert. Austern kommen je nach Stand aus unterschiedlichen Regionen des Mittelmeers oder Atlantiks. Die Tomatenbrote erinnern an Pa amb oli – Brot mit Tomate und Olivenöl, oft ergänzt durch Käse, Schinken oder Fisch.
Nicht jedes gezeigte Gericht ist ausschließlich mallorquinisch. Authentisch ist hier vor allem die Markt- und Tapaskultur: teilen, probieren, saisonal auswählen und aus guten Produkten wenig Umweg machen.





