Der beste Weg beginnt mit einer falschen Abzweigung
Palmas Altstadt erschließt sich nicht auf einer geraden Linie. Bei unseren Redaktionsbesuchen haben wir bewusst auf starre Routen verzichtet. Eine schmale Gasse führte zu einem kleinen Platz, eine Treppe zu einem Innenhof und ein Torbogen plötzlich wieder in eine belebte Straße. Gerade dieses Wechselspiel macht Palma zu einer Stadt, die man zu Fuß verstehen sollte.
Die Wege sind häufig gepflastert und stellenweise steil. Bequeme Schuhe sind deshalb kein Nebenthema, sondern die Voraussetzung dafür, länger neugierig zu bleiben. Wer nur zwischen Kathedrale und Einkaufsmeile pendelt, verpasst die leiseren Räume dazwischen.


Innenhöfe sind Palmas kleine Ruheinseln
Hinter schweren Holztoren öffnen sich immer wieder Patios. Manche sind privat und nur im Vorbeigehen sichtbar, andere lassen sich betreten. Typisch sind helle Steinböden, Treppen, Brunnen und Zitrusbäume. Unsere noonoo.de-Redaktion blieb hier oft länger stehen als an den bekannten Aussichtspunkten.
Diese Höfe erklären viel über die historische Bauweise: Das Leben orientierte sich nach innen, geschützt vor Hitze und Straßenlärm. Im Sommer ist der Temperaturunterschied spürbar. Im März geben die geschlossenen Mauern dagegen Windschutz.



Unser Tipp für einen ehrlichen Altstadttag
Beginnt am Vormittag, wenn die Gassen noch nicht voll sind, und plant höchstens zwei feste Ziele. Alles andere darf unterwegs entstehen. Wir würden jederzeit wieder zwischen La Seu, Plaça Major und den östlichen Altstadtvierteln treiben lassen – mit Pausen für Kaffee, Fotografie und einen Blick in jeden offenen Durchgang.
Palma belohnt Aufmerksamkeit: abgenutzte Türgriffe, kleine Keramikschilder, Wappen über Portalen und Wäsche auf schmalen Balkonen gehören ebenso zum Stadtbild wie die großen Monumente.





